Satzung des Vereins
„Institut für Allgemeine und Spezielle Systemtheorien“

Beschlossen auf der Gründungsversammlung am 2. Dezember 2014 in Mainz. Eingetragen im Vereinsregister des Amtsgerichtes Wiesbaden unter der Registriernummer VR 6916 am 6.5.2015.

Präambel

Die Arbeit des Instituts für Allgemeine und Spezielle Systemtheorien e. V. basiert auf der Überzeugung, dass systemtheoretisches Denken und Handeln für viele gesellschaftliche Problemstellungen wertvolle Einsichten und Handlungsansätze liefern kann. Trotz dieses Potentials bestehen aktuell insbesondere im außeruniversitären Bereich wenige Möglichkeiten dieses Denken kennenzulernen respektive Praxis in der Anwendung dieses Denken zu erlangen. Das Forum soll in dieser Hinsicht neue Impulse generieren und gleichzeitig existierende Angebote unterstützen. Weiterhin soll das Forum für systemtheoretisch Interessierte eine Netzwerk- und Austauschplattform bieten.

In diesem Sinne gibt sich das Institut für Allgemeine und Spezielle Systemtheorien e. V. folgende Satzung:

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen “ Institut für Allgemeine und Spezielle Systemtheorien e. V.“
  2. Er hat seinen Sitz in Wiesbaden und soll im Vereinsregister eingetragen werden.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Ziele und Aufgaben des Vereins

  1. Ziel des Vereins ist es, die Förderung von Wissenschaft und Forschung durch Verbreitung systemtheoretisch instruierten Denken und Handelns im deutschsprachigen und fremdsprachigen Raum zu fördern und geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um dieses Ziel in Kooperation mit bestehenden Einrichtungen, Vereinen und Netzwerken (z. B. Universitäten und Hochschulen) zu erreichen.
  2. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben
    • Förderung der systemtheoretischen Forschung und Veröffentlichung (im Eigenverlag) systemtheoretischer Arbeiten (Theorie und Praxis der Systemtheorie/ATS, Allgemeine Theorie der Sinnsysteme)
    • Bereitstellung einer Netzwerkplattform für Systemtheoretisch Interessierte (Theorie und Praxis) zum Austausch (Diskussionsforen, Werkstätten, Mailinglisten etc.)
    • Förderung der internationalen Verbreitung systemtheoretischen Denkens
    • Bereitstellung von Schulungs- und Seminarangeboten (Online und Präsenz)
    • Bereitstellung von systemtheoretischen Ressourcen (Audio, Video, Texte)
    • Etablierung eines nationalen und internationalen Netzwerks von Kooperationspartnern
    • Durchführung von Symposien, Tagungen und Werkstätten

§ 3 Steuerbegünstigung

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4 Zugehörigkeit zu einem Spitzenverband

Der Verein gehört keinem Spitzenverband an und versteht sich als überregional orientiert.

§ 5 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die die Ziele des Vereins unterstützen und von den Gründungsmitgliedern persönlich vorgeschlagen werden.
  2. Die Mitgliedschaft wird durch Empfehlung eines Vereinsmitglieds und nachfolgende einstimmige Zustimmung aller Vereinsmitglieder zum Aufnahmegesuch des neuen Mitglieds erworben.
  3. Der Austritt eines Mitgliedes erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von drei Monaten zum Schluss des Geschäftsjahres.
  4. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden, wenn es den Vereinszielen zuwider handelt oder seinen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht nachkommt. Gegen den Beschluss kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen. Diese entscheidet endgültig. Das Mitglied ist zu der Versammlung einzuladen und anzuhören. Der Beschluss über den Ausschluss eines Mitglieds muss mit 2/3 Mehrheit der Vereinsmitglieder getroffen werden. Eine Abstimmung per Email ist möglich.
  5. Neben einer Vollmitgliedschaft besteht auch die Möglichkeit den Verein und seine Ziel über eine Fördermitgliedschaft zu unterstützen. Die Fördermitgliedschaft muss schriftlich beantragt werden und gilt mindestens für ein Jahr. Die Fördermitgliedschaft verlängert sich zum Jahresende automatisch um ein Jahr, falls das Fördermitglied dieser Verlängerung nicht bis zum 31.12. des Jahres widerspricht. Außerordentliche Kündigungen der Fördermitgliedschaft können auf Antrag durch Beschluss des Vorstandes des Vereins jederzeit genehmigt werden.
  6. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Ausschluss, Streichung von der Mitgliederliste oder Austritt aus dem Verein.
  7. Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber einem Mitglied des Vorstands. Bei Minderjährigen ist die Austrittserklärung durch die gesetzlichen Vertreter abzugeben. Der Austritt kann nur zum Ende eines Geschäftsjahres erklärt werden, wobei eine Kündigungsfrist von drei Monaten einzuhalten ist.
  8. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands von der Mitgliederliste gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung mit der Zahlung von Mitgliedsbeiträgen oder von Umlagen im Rückstand ist. Die Streichung darf erst beschlossen werden, wenn nach der Absendung der zweiten Mahnung zwei Monate verstrichen sind und in dieser Mahnung die Streichung angedroht wurde. Der Beschluss des Vorstands über die Streichung muss dem Mitglied mitgeteilt werden.
  9. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstands aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es schuldhaft in grober Weise die Interessen des Vereins verletzt. Vor der Beschlussfassung muss der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme geben. Der Beschluss des Vorstands ist schriftlich zu begründen und dem Mitglied zuzusenden. Gegen den Beschluss kann das Mitglied Berufung an die Mitgliederversammlung einlegen. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zugang des Beschlusses beim Vorstand einzulegen. Der Vorstand hat binnen eines Monats nach fristgemäßer Einlegung der Berufung eine Mitgliederversammlung einzuberufen, die abschließend über den Ausschluss entscheidet.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitgliederversammlung erlässt eine Beitragsordnung, die die Höhe der jährlich zu zahlenden Beiträge regelt.

§ 7 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

  1. Mitgliederversammlung
  2. Vorstand.

§ 8 Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Sie wird in der Regel vom Vorstandsvorsitzenden geleitet.
  2. Die Mitgliederversammlung stellt die Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf und entscheidet Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere:
    1. Wahl und Abwahl des Vorstandes
    2. Wahl der Mitglieder und weiterer Gremien.
    3. Beratung über den Stand und die Planung der Arbeit
    4. Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Wirtschafts- und Investitionsplans
    5. Beschlussfassung über den Jahresabschluss
    6. Entgegennahme des Geschäftsberichtes des Vorstandes
    7. Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes
    8. Erlass der Beitragsordnung, die nicht Bestandteil der Satzung ist
    9. Erlass einer Geschäftsordnung für den Vorstand
    10. Beschlussfassung über die Übernahme neuer Aufgaben oder den Rückzug aus Aufgaben seitens des Vereins
    11. Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und die Auflösung des Vereins.
  3. Zur Mitgliederversammlung wird vom Vorstandsvorsitzenden unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mindestens vier Wochen vorher schriftlich eingeladen. Sie tagt so oft es erforderlich ist, in der Regel einmal im Jahr.
  4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn mindestens 25 % der Mitglieder sie unter Angabe von Gründen verlangen. Sie muss längstens fünf Wochen nach Eingang des Antrags auf schriftliche Berufung tagen.
  5. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist; ihre Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst.
  6. Über die Beschlüsse und, soweit zum Verständnis über deren Zustandekommen erforderlich, auch über den wesentlichen Verlauf der Verhandlung, ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben.

§ 9 Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schatzmeister. Sie bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Eine Erweiterung des Vorstandes ist auf Beschluss der Mitgliederversammlung jederzeit möglich.
  2. Der Verein wird durch zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten.
  3. Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt 2 Jahre. Sie bleiben bis zur Bestellung des neuen Vorstandes im Amt.
  4. Der Vorstand soll in der Regel monatlich tagen.
  5. Die Beschlüsse sind schriftlich zu protokollieren und von dem Vorstandsvorsitzenden zu unterzeichnen.
  6. Mitgliedern des Vorstands kann eine Vergütung gezahlt werden. Über ihre Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Mitgliederversammlung kann einzelne Vorstandsmitglieder zum Abschluss und zur Kündigung von entsprechenden Verträgen mit anderen Vorstandsmitgliedern ermächtigen.

§ 10 Satzungsänderungen und Auflösung

  1. Über Satzungsänderungen, die Änderung des Vereinszwecks und die Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung. Vorschläge zu Satzungsänderungen, Zweckänderungen und zur Auflösung sind den stimmberechtigten Mitgliedern bis spätestens einen Monat vor der Sitzung der Mitgliederversammlung zuzuleiten. Für die Beschlussfassung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.
  2. Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.
  3. Bei Auflösung, bei Entziehung der Rechtsfähigkeit des Vereins oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das gesamte Vermögen an eine andere stuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für Förderung von Wissenschaft und Forschung, und zwar mit der Auflage, es entsprechend seinen bisherigen Zielen und Aufgaben ausschließlich und unmittelbar gemäß § 2 zu verwenden. Bei Auflösung des Vereins wird der jeweils amtierende Vorsitzende zum Liquidator bestellt.

 

Die Satzung wurde in der Gründerversammlung am 13.04.2015 errichtet und durch die Mitgliederversammlung 13.04.2015 geändert

Wiesbaden, den 13.04.2015

Satzung als PDF

Hier finden Sie die Satzung als PDF-Datei:

Satzung IAST
pdf